Wenn wir euch nicht mit seglerischen Anektoten versorgen können, dann werden wir euch heute kulturell weiterbilden.
Ausflug nach Bari:

Bari – eine italienische Hafenstadt – wurde schon in der Bronzezeit besiedelt. Die Griechen waren hier, die Sarazenen, die Germanen und wir.
1002 haben die Araber Bari eingenommen – also Migration ist in Bari ein altes Thema.
Wir sind unvoreingenommen nach Bari mit dem Zug (sehr billig) gefahren. Der Bahnhof Centrale ist sehr beeindruckend. Am Vorplatz befindet sich ein wunderschöner großer Brunnen. Vom Centrale sind wir direkt über die Prachteinkaufsstraße (Prada, Gucci, Armani, Max Mara, etc.) in die Altstadt gewandert.
Die Altstadt ist einfach beeindruckend. Kleine Gässchen, viel Leben auf der Straße, Marmorboden und überall Heiligenbildchen, geschmückt mit Plastikblumen. Einfach reizend.

Ziel war die Kirche des Heiligen Nikolaus. Alle großen italienischen Seestädte hatten ihren persönlichen Heiligen. Venedig – Markus, Neapel – Januaris, Salerno – Matthäus, Amalfi – Andreas und Genua – Johannes den Täufer. Nur das arme Bari hatte keinen persönlichen Heiligen. 1087 fuhren die barischen Seefahrer nach Myra, um die Gebeine des Heiligen Nikolaus zu rauben. Man entschuldigte den Raub damit, dass vor der Eroberung von Myra durch die Seldschuken die Reliquie gesichert werden sollte – Religion entschuldigt also alle Schandtaten.
Für die Reliquie des Heiligen Nikolaus wurde die Basilica San Nicola errichtet.


Die Basilika besticht durch ihre Schlichtheit. Das Eingangsportal hat als einziges in Apulien Stiere als Säulenträger statt der üblichen Löwen.

In der Krypta werden die Gebeine des Heiligen Nikolaus aufbewahrt. Es gibt die Möglichkeit für katholische und orthodoxe Gottesdienste. Das Grab des Heiligen Nikolaus wird in der Orthodoxen Kirche sehr verehrt und es findet eine große Pilgerbewegung statt.
Castello von Bari

Bari ist die Heimtstadt der Orecchiette. Die Orecchiette-Frauen sitzen in den kleinen Gassen und machen ihre Nudeln – sehr zur Freude von uns. 
Das Kulinarische kommt in Italien nie zu kurz:

Dazu zwei Flaschen Rose – da kann es uns nur gut gehen.
Ciao!
Hat ja doch was Gutes, dass ihr stecken geblieben seid. Sonst hättet ihr wohl nie die Reliquien des Hl. Nikolaus gesehen…
Und jetzt hab ich Hunger 😉
PS: Sorry für das doppelte Kommentar beim Freitagspost. Da die Kommentare nicht gleich aufscheinen und es von der Website keinerlei Bestätigung gibt, dass es gespeichert wurde, habe ich angenommen, dass wohl die Website meinen Browser nicht mag..