herumsegler.at
Das Leben ist ein viel zu schönes Abenteuer, das wir nicht einfach an uns vorüberziehen lassen wollen.
Im Herbst 2018 setzen wir daher die Segel, werden den Anker vom Meeresgrund heben und Kurs Richtung Kap Verden einschlagen.
WO sind wir gerade
Blog
#5 Donnerstag, 27.09.2018 – Teil 2
Stephan und Georg haben den ganzen Nachmittag am Boot „herumgebastelt“.
Nun wissen wir, wo das Wasser herkommt. Bei der Halterung der Gangway kommt bei hohen Wellen immer wieder das Wasser in den steuerbordseitigen Motorraum. Die Gangway wurde jetzt abmontiert und das Loch verklebt.
Unsere Jungs sind die Besten!
Jedenfalls lassen wir jetzt dann den Abend im Mole die Bari ausklingen.
#5 Donnerstag, 27.09.2018
So meine lieben Blog-Leserinnen und Leser!
Wenn ihr einige Tage von uns nichts hört, dann macht euch bitte keine Gedanken. Nur wenn wir ein Internet haben, kann ich einen Blog schreiben und ihr könnt unsere Reise verfolgen. Und wir haben auf offener See meistens kein funktionierendes Internet.
Das gleich gilt für unseren Track – leider funktioniert die Aufzeichnung nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. SORRY!
So nun zu unseren Ereignissen.
Am Montag sind wir ja nach Vis gesegelt und haben vor der Stadt Vis in einer Bucht geankert. Wir sind am Vormittag in den Hafen gefahren und haben bei einem Mordswellengang am Hafenkai angelegt.
Wir warteten auf Antje oder einen Monteur, der uns den Windmesser repariert. Dieser sollte so gegen 13:00Uhr mit der Fähre von Split kommen.
Währenddessen sind Manu, Gerlinde und ich durch Vis spaziert und haben das Städtchen erkundet.

Vis ist ein kleines Städtchen, hat sogar eine römische Ausgrabung und die Kirche ist auf einem römischen Theater erbaut. Neben der Kirche ist ein Friedhof mit einem fantastischen Ausblick auf den Hafen. Und für mich ganz beruhigend – endlich wieder Kontakt mit Hunden. Sogar Mascarpone für unser Tiramisu haben wir im Supermarkt gefunden.
Die Herausforderung war es dann, von der feststehenden Hafenmauer wieder auf das schaukelnde Boot zu kommen.

Wie es der Teufel haben will, ist uns dann noch eine Klampe abgerissen. Vor lauter Seegang!
So ein S…..!
Wir warteten und warteten. Mit der ersten Fähre kam niemand. Mit der zweiten Fähre kam niemand. Anruf von uns an Ante – in 15 Minuten ist jemand bei uns. In Kroatien gehen die Uhren anders. 15 Minuten = 1 Stunde. Aber dann – hatten wir 2 hervorragende Jungs, die den Windmesser richteten.

Wir beschlossen beim nächsten Stop in Crotone eine neue Klampe zu besorgen, da es in Vis keine zu kaufen gab.
Georg wartete noch eine kroatische 1/4 Stunde bei der Polizei, um uns und unser Boot abzumelden.
Am Dienstag nachmittag gegen 17:00 Uhr legten wir dann in Vis bei 26 Grad Lufttemperatur ab.

Es war wunderschön zu beobachten, wie der Mond aufging und die Wellen mit den Schaumkronen von den Mondstrahlen beleuchtet wurden.
Wind: von Nordost – optimal für uns, um nach Italien zu kommen – 20 – 30 Knoten mit Böen bis 35 – Seegang 2-3.
Wir haben uns es nicht vorgestellt, dass die Nacht so kalt wird. Ich habe anständig gefroren. In der Nacht fühlt sich alles anders an. Das Meer ist größer, die Wellen höher und Entfernungen und Richtungen abzuschätzen ist schwieriger wie unter Tags.
Trotzdem wir einen so stabilen Kat haben, ist es schwierig, bei diesen Wellengang zu kochen. Auch das Bücken wird zum Problem. Gott sei Dank gibt es Neo Emedyl Dragees. Aber ihr müsst nicht befürchten, dass die Crew hungert – Chefköchin Manu und Souschef Heidi zaubern auch bei ungünstigen Bedingungen hervorragende Gerichte.
Am Mittwoch nachmittag funktionierte dann die Wasserpumpe für das Süßwasser nicht mehr. Später ladete die Batterie nicht mehr, wir bekamen ständig ein Warnsignal vom Motor – Steuerbord. Und in Motorraum war Wasser.
Dann wurde beschlossen Bari anzulaufen.
Um 1:00 legten wir dann in Mole die Bari zwischen den Fischerbooten und der Tankstelle steuerbordseitig an.

Endlich schlafen ohne Wellengang – dafür knarrten die Taue.
Um 8:00 Uhr suchten wir schon den „Guarda Costiera“ auf. So freundliche, hübsche und hilfsbereite Jungs. In weißer Uniform und knackigem Hintern – ein italienisches Sahneschnittchen. Von unserem Tankstellenplatz wurden wir verjagt, in seichteres Gewässer. Schließlich „parkten“ wir uns neben einem Fischerboot ein.

Manu und ich machten einen Spaziergang durch Mole die Bari. Ein absolut sauberes Städtchen – in der Kirche war ein Putztrupp von 6 Frauen, die Straßen wurden gefegt und sogar im Park der Rasen gemäht. In der Fischhalle kauften wir 1 kg frische Garnelen – 7 Euro.

Die Bilgepumpe wurde ausgetauscht und so eingebaut, dass sie auf den Schwimmerschalter reagiert. Die Kontakte der Frischwasserpumpe wurden gereinigt und erneuert. Beim Motor haben wir vermutlich ein Kühlwasserproblem und der Monteur kommt erst – wir warten.
Stephan und Gerlinde haben sich auf die Suche nach einer Klampe begeben. Aber sie sind leider nicht fündig geworden.
Leider haben wir gerade die Nachricht bekommen, dass der Monteur für den Motor erst morgen vormittag Zeit hat, zu uns zu kommen. So jetzt warten wir halt und überlegen, ob wir über Telefonkonferenz mit Christoph den Motor richten können.
#4 Montag, 24.09.2018
Kurz vor Vis – während dem Mittagessen – drehte der Wind von SO auf NW und frischt innerhalb von 30 Minuten von 8 Knoten auf 40-50 Knoten auf. Die Temperatur sinkt von 30 auf 20 Grad und der Seegang steigt von 0 auf 3-4. Mit diesem Rückenwind und Standgas surfen wir mit 7,5 Knoten Richtung Vis.


Anlegen in der Marina war aus wellentechnischen Gründen unmöglich. Wir legen uns östlich der Einfahrt hinter eine Landzunge – Anker hält perfekt und wir liegen jetzt am Abend absolut ruhig.
Am Vormittag gab es vom Skipper die erste Sicherheitsunterweisung.

Die Zeit vor Anker nutzen wir um die Loge zu reinigen. Stephan und Georg schaffen es, ohne das Bott zu fluten.

Der Plan für morgen:
Wir warten auf Antje – er kommt mit der Fähre von Split ca. gegen 13:00 Uhr an, um unseren Windmesser zu reparieren. Bis dahin werden wir Tanken, Wasser füllen, ein paar Kleinigkeiten einkaufen und ausklarieren.
Dann geht es ab in den Süden nach Italien.
Bussi an alle!
#3 Sonntag 23.09.2018
Nach einer langen Anreise am Freitag und einem arbeitsreichen Samstag – Testschlag, einkaufen, einräumen, schwitzen, etc. – sind wir heute um 12:00 Uhr mittags endlich ausgelaufen.
Ein großes Lob an Michael, Lisa, Hannah und Marie-Theres – sie haben unsere Autos wieder in die Heimat zurückgebracht.
Wir liegen südlich der Insel Brac in der Bucht Lucice. Sind heute nur 20 Meilen zum Einschaukeln gesegelt.
Wasser ist wunderbar warm und das Wetter war traumhaft schön, leider wenig Wind.

Salina 48 Lydia, Baujahr 2012, Länge 14,30 m, Breite 7,70 m, Tiefgang 1,10m, Gewicht 10,8 t (ohne uns!), 4 Doppelkabinen, 2x 55 PS Motoren, 480 lt Dieses, 700 lt Wasser
Das ist Manu beim Frühstück!
#2 Vorbereitungen
Donnerstag: 20. September 2018
Unsere große Fahrt rückt immer näher. Morgen früh werden wir mit dem vollgepackten Auto nach Osttirol fahren. Hier werden wir leider nur Philipps Gepäck aufladen – Philipp kommt erst in Gibraltar mit an Bord. Dann geht’s weiter nach Split – dort werden wir Samstag früh auf den Markt starten und noch Lebensmittel kaufen. Dann wird das Boot übernommen.
Aber mehr zu dem am Samstag oder Sonntag.

unser wichtigster Reisebegleiter

Ein Auto voll Lebensmittel – ich glaube – das wird ein Schlemmertörn!
#1 The Project
Beim bisher größten Segelabenteuer unseres Lebens werden uns Wind und Wellen an immer neue Flecken dieser Welt bringen. Diese aufregenden Erfahrungen wollen wir aber nicht für uns behalten, sondern mit euch teilen! Also macht euch gefasst auf Entdeckungstouren, heiße Ritte auf den Wellen des Mittelmeers & dem atlantischen Ozean, auf Segelabenteuer, verrückte Geschichten über verschiedene Länder und einzigartige Menschen. Auch das Fischen wollen wir nicht zu kurz kommen lassen und Free Willi und Nemo einen Besuch abstatten! Kurzum, möchten wir euch einen Einblick in eine außergewöhnliche Reise geben!
Am 22. September 2018 satteln wir unsere LYDIA und nehmen Kurs Richtung Westen. LYDIA ist eine Salina 48 der französischen Werft Fountaine Pajot. Unser Reisemobil startet mit uns von der kroatischen Hafenstadt Split durch das Mittelmeer, vorbei an Bella Italia und dem Ballermann 😉 nach Gibraltar. Dort angekommen werden wir uns auf die Lauer legen und durch das Nadelöhr den Atlantik beobachten. Wenn Neptun den Manöverschluck für Wohl empfindet, werden wir die Segel hissen und Gran Canaria in Angriff nehmen um dem Ziel Cap Verden näher zu kommen.
Wo wir überall rumkommen und was alles passieren wird, texten wir euch hier in unserem Blog, wo ihr auch süße Bilder zum Schmunzeln finden werdet.
Don’t follow your dreams, chase them… BUT do follow us.
Meilenzähler
Seetage
Seemeilen
Seegebiete
Die Crew

Georg
Senior-Captain
Bordtage: 237

Heidi
1. Matrose, Smutje und Webmaster
Bordtage: 124

Philipp
Junior-Capitain, Webmaster
Bordtage: 148

Stephan
Co-Skipper
Bordtage: 109



